Heilpflanzen-Sammel-Kalender von A-Z

Standard

Wenn man Heilpflanzen sammeln möchte um selber Tee, Tinkturen, Salben usw. herzustellen, muß man wissen wann und welche Pflanzenteile sammeln kann. Da ich selber keine Lust mehr hatte immer in meinen Büchern nach zu blättern und zu suchen wann am besten welche Pflanze und welcher Pflanzenteil zu sammeln ist, habe ich angefangen einen Sammel-Kalender auf zu bauen.

Im Internet findet man schon einige Sammel-Kalender, aber irgendwie fehlten entweder welche die ich kannte oder sie waren für mich unübersichtlich. Also an die Arbeit und los getippt.

Er ist noch nicht ganz fertig, also ein wenig Geduld und wenn Euch eine Pflanze fehlen sollte freue ich mich wenn Ihr mir Bescheid sagt, dann kann ich diese noch ergänzen und alles aktualisieren.

Hier die PDF-Datein:

hsk-legende         hsk-a     hsk-b    hsk-c    hsk-d    hsk-e

hsk-f    hsk-g    hsk-h    hsk-i   hsk-j   hks-k   hks-l

hsk-m  hsk-n   hsk-o    hsk-p   hsk-q   hsk-r

Endlich geschafft…hier der Rest:

hsk-s   hsk-t   hsk-u   hsk-v   hsk-w  hsk-x-y  hsk-z

Waschnüsse

Standard

 

Wäsche mit Waschnüssen waschen ist super! Gerade wenn man ein Baby oder Allergiker zu Hause hat. Das schöne an den Waschnüssen ist, das sie mehrmals verwendet werden können und man keinen Weichspüler mehr benötigt.

Für eine Waschmaschinenladung verwende ich 4-6 Waschnüsse, die ich vorher nochmal zerdrücke. Sie werden in ein Leinensäckchen gefüllt oder eine alte Socke tut es allerdings auch und direkt in die Maschine zur Wäsche gegeben. Wenn man doch ein wenig Duft haben möchte kann man ein paar Tropfen eines ätherischen Öls in das Weichspülerfach geben. Bei weißer Wäsche ist es empfehlenswert Backpulver oder 1 TL Kaiser Natron mit ins Säckchen zu füllen. Die Wäsche sollte bei mindestens 30°C, besser ist 40°C. 

Ich habe die Erfahrung gemacht das die Waschnüsse bis zu 3 mal verwenden kann. Danach sehen die Waschnüsse nicht mehr dunkel sondern hell aus und sie können über den Biomüll oder auf den Kompost geworfen werden

Warum waschen die Waschnüsse ?

Die Waschnüsse stammen aus dem asiatischen Raum und werden dort schon seit Jahrtausenden verwendet um alles mögliche zu reinigen. Die Waschnüsse enthalten Saponine. Saponine sind Seifenstoffe. Daher schäumen die Nüsse auch wenn man sie im Wasser an einander reibt.

Bei uns wachsen auch saponinhaltige Pflanzen zum Beispiel das Seifenkraut oder viel bekannter die Kastanien und Efeu.

Mit Kastanien kann man wohl auch sehr gut waschen, aber den Versuch kann ich erst im Herbst starten. Mit Efeublättern ist gerade in Arbeit.

waschnüsse

 

 

Hexe Ronjas Grüne-Heilsalbe

Standard

 

Als meine kleine Maus auf einmal trockne Hautstellen bekam, vor allem in der Armbeuge und ich schon die Sorge bekam das dies eine Neurodermitis ist, habe ich so einige Pflegecremes und Lotionen ausprobiert. Als wir dann wegen einer U-Untersuchung beim Kinderarzt waren hat er gleich etwas mit Kortison verordnet. Die verordnete Salbe habe ich nicht aufgetragen, sondern erst einmal mit einer Panthenolsalbe weiter gemacht. Erfolg brachte diese allerdings auch nicht. So habe ich mir meine Bücher zur Hand genommen. Am nächsten Tag bin ich dann los gezogen und habe Pflanzen für einen Ölauszug gesammelt. Zu Hause habe ich die Pflanzen gleich in einem kleinen Warmen Ölauszug verarbeitet. Den warmen Ölauszug habe ich gemacht weil ich schnell eine Salbe herstellen wollte. Nach einer Woche ziehen lassen, habe ich das Öl gleich mit Sheabutter zu einer Salbe verarbeitet.

Die Salbe habe ich dann 3 mal täglich auf die trockenen Hautstellen aufgetragen, vor allem in den Armbeugen. Meine kleine Maus merkte schnell das die Haut nicht mehr juckte und nach einer Woche waren die betroffenen Stellen fast weg. Nach 14 Tagen war alles verschwunden.

Als meine Nachbarin von diesem Erfolg hörte fragte sie mich ob ich ihr nicht etwas zum ausprobieren geben kann, weil ihr Sohn so unter der Neurodermitis leidet und sich schon blutig kratze. Auf einen Versuch haben wir das ankommen lassen. Allerdings musste der kleine Mann zuvor fast noch eine Woche leiden, da wir die anderen Salben mit Kortison erst absetzen mussten. Meine Nachbarin berichtete mir jeden Tag. Gleich beim ersten auftragen ließ der Juckreiz nach. Die Rötungen wurden nach 3 Tagen schon besser und nach 3 Wochen sah man nichts mehr von der Neurodermitis. Sie cremt ihren Sohn weiterhin mit der Salbe täglich ein, jedoch nur einmal. Der Hautarzt von dem kleinen Mann, war sehr erstaunt, wollte jedoch nach ihrem Bericht nicht zugeben das diese Salbe besser geholfen hat als seine kortisonhaltigen. Seiner Meinung nach verwächst die Neurodermitis langsam und nun wäre es bei ihrem Sohn wohl so weit.

Also was hat sie gemacht ? Sie hat aufgehört meine Salbe aufzutragen und nach einem Monat war es dann wieder so schlimm wie zuvor. Jetzt wird er wieder einmal täglich mit der Salbe behandelt und dem kleinen Mann juckt es nicht mehr und die Haut sieht wieder gut aus.

 

Was ist drin in Hexe Ronjas Grüne-Heilsalbe ?

Für den Ölauszug habe ich folgendes verwendet:

Vogelmiere, Efeugundermann, Ehrenpreis, Gänseblümchen und aus meinen kleinen Kräutergarten Salbei und Melisse und ein gutes kaltgepresstes Olivenöl.

Für die Salbe habe ich dann eine 1: 5 Mischung Ölauszug und Sheabutter verwendet.

 

Schöllkraut

Standard

 

Pflanzen Beschreibung:

deutscher Name: Schöllkraut

lateinischer Name: Chelidonium majus

volkstümliche Namen: Aflkraut, Augenkraut, Blutkraut, Bockskraut, Gschwulstkraut, Gilbkraut, Goldkraut, Gottesgabe, Herrgottsblatt, Herrgottsgnade, Himmelsgabe, Krätzenkraut, Marienkraut, Nagelkraut, Schälerkraut, Schälkraut, Schellkraut, Schinnkraut, Schindwurz, Schwalbenkraut, Schwalbenwurz, Teufelsmilchkraut, Trudenmilchkraut, Warzenkraut, Ziegenkraut

Inhaltsstoffe: Alkaloide, Coptisin, Chelidonin, Chelidoxanthin, Berberin, Chelerythrin, Sanguinarin, Glaucin, Glaukopikrin, Protopin (Fumarin), Spartein, Chelidonsäure, Chelidoninsäure, Glauciumsäure, Flavone, Bitterstoffe, ätherisches Öl

Anwendungsbereiche: Leber-Galle Probleme, Gicht, Rheuma, Verdauungsprobleme, Warzen,Schwielen,Hühneraugen,Schuppenflechte, Neurodermitis,  Augenerkrankungen.

Aussehen:

Schöllkraut wächst gerne auf Schutthalden, Wegrändern, Mauern und schattigen Plätzen und wird ca. 50 cm hoch. Die blätter sind weich und leicht behaart und sehen dem Eichenblatt ähnlich. Die Blüten, welche man von April bis Juni sehen kann sind leuchtend gelb und haben nur vier Blütenblätter. Der Stängel ist rund und verzweigt sich bis hoch zu den Blüten.

Bricht man einen Stängel oder ein Blatt ab, tritt gelber Pflanzensaft aus, der stark färbt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Schöllkraut ist eine sehr alte und bekannte Heilpflanze. Gegen Warzen und Hühneraugen hilft am besten der frische Pflanzensaft, allerdings kann damit nur behandeln, wenn die Pflanze noch blüht, auch hat man diese nicht immer zur Hand. Der Saft sollte 3 mal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Damit Warzen und Hühneraugen auch behandelt werden können, wenn die Pflanze nicht blüht, kann eine Tinktur, Öl oder Salbe mit Schöllkraut verwendet werden. Siehe auch unter Selbst hergestelltes.

 

Tinkturen

Standard

 

Herstellung von Tinkturen

Hier möchte ich das Basiswissen vorstellen, welches man benötigt um selber Tinkturen für seine eigenen Hausapotheke herzustellen.

Um Tinkturen selber herzustellen wird folgendes benötigt:

  1. Alkohol mit 40% bis 70% , ich verwende hier für Wodka oder Doppelkorn
  2. ein großes klares Glasgefäß mit Schraubdeckel z.b. ein gereinigtes Gurkenglas
  3. frische oder getrocknete Pflanzen
  4. ein Filtertuch oder Filterpapier z.b. Stoffwindel oder Kaffeefilter
  5. Trichter
  6. eine dunkle Flasche zum abfüllen
  7. Etikett

Und so wird es gemacht:

  1. Die frischen oder getrockneten Pflanzen mit dem Messer zerkleinern. Wichtig ist das die frisch gesammelten pflanzen trocken sind. Wenn man für eine Tinktur frisch gesammelte Pflanzen verwendet stellt man eine sogenannte Urtinktur (Begriff aus der Homöopathie) her.
  2. Nun kann das klare Schraubdeckelglas befüllt werden. Bei frischen Pflanzen wird in der Regel ein Mischungsverhältnis von 1 zu 2 und bei getrockneten Pflanzen ein Mischungsverhältnis von 1 zu 5 zum Alkohol verwendet.
  3. Nun den Alkohol über die Pflanzen gießen und das Glas gut verschließen
  4. Alles kräftig schütteln und am besten auf die sonnige Fensterbank stellen.
  5. Dieser Ansatz muss nun mindestens 2-4 Wochen ziehen und dabei täglich mehrmals geschüttelt werden.
  6. Sind die 2-4 Wochen um kann, alles durch einen Filter direkt in die dunkle Flasche ab geseiht werden. Das Filtertuch oder Papier zum Schluss noch gut ausdrücken, damit nichts von der guten Tinktur verloren geht.
  7. Wenn nun die Flasche mit der Tinktur verschlossen ist kommt ein Etikett drauf. Am besten mit Abfülldatum und den Inhaltsstoffen (welche Pflanzen verwendet wurden). Auch kann ein Verwendungszweck und eine Dosierung drauf geschrieben werden. Bei Tinkturen ist die Dosierung meistens 3x täglich zum Essen 15-20 Tropfen.
  8. Tinkturen sind ungeöffnet ca. 2 Jahre haltbar, wenn sie an einem kühlen dunklen Ort gelagert werden. Ist eine Tinktur geöffnet sollte diese innerhalb von 6 Monaten aufgebraucht werden.

Ölauszug

Standard

Einen Ölauszug benötigt man sehr häufig als Grundlage für die Herstellung von Salben und Cremes.

Es gibt zwei Arten einen Ölauszug herzustellen. Am meisten wird der Kalte Ölauszug verwendet, für eilige oder gerade wen Wurzeln oder bei harten Blättern.

Für einen Kalt- oder Warmauszug wird folgendes benötigt:

  1. Ein Basisöl z.B. kaltgepresstes Olivenöl oder ein anderes hochwertiges Öl. Für 10g frische Pflanzen ca. 100ml und für getrocknete Pflanzen ca. 200ml.
  2. Ein klares Schraubdeckelglas z.B. ein sauberes Gurkenglas
    frische oder getrocknete Pflanzen
  3. ein Filtertuch oder Filterpapier z.B. Stoffwindel oder Kaffeefilter
    Trichter
  4. ein dunkle Flasche zum abfüllen
  5. Etikett
  6. Nur für den Warmauszug ein Wasserbad z.B. einen Topf mit Wasser auf dem Herd

 

 

Der Kaltauszug wird wie folgt hergestellt:

  1. Pflanzen zerkleinern
  2. die Pflanzen in das klare Schraubdeckelglas einfüllen
  3. die pflanzen mit Öl übergießen. Darauf achten, das alle Pflanzen mit Öl bedeckt sind und keine Luftblasen vorhanden sind. Ansonsten die Luftblasen herausschwenken oder mit einem Holzlöffel raus rühren.
  4. Alles gut verschließen und kräftig schütteln und am besten auf die sonnige Fensterbank stellen.
  5. Den Öl-Ansatz nun für 3-6 Wochen ziehen lassen und dabei am besten mehrmals täglich gut schütteln.
  6. Nach 3-6 Wochen kann der Ölauszug durch ein Filtertuch oder Kaffeefilter ab geseiht werden. Am besten gleich in die dunkle Flasche. Dafür braucht man Geduld, den bis das Öl durch den Filter gelaufen ist kann es dauern. Zum Schluss den Filter nochmals gut ausdrücken, damit nichts verloren geht.
  7. Gut verschließen und ein Etikett mit Abfülldatum und Inhaltsstoffen versehen. Man kann auch noch den Verwendungszweck hinzu fügen.

Der Warmölauszug wird wie folgt hergestellt:

  1. Pflanzen zerkleinern.
  2. Die Pflanzen in klares Schraubdeckelglas füllen
  3. die Pflanzen mit Öl übergießen. Darauf achten, das alle Pflanzen mit Öl bedeckt sind und keine Luftblasen vorhanden sind. Ansonsten die Luftblasen herausschwenken oder mit einem Holzlöffel raus rühren
  4. Glas gut verschließen und ins Wasserbad stellen. Dort das ganze für ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend den Herd aus stellen und abkühlen lassen.
  5. Ist das ganze abgekühlt für ca. 3-5 Tage auf die sonnige Fensterbank stellen und täglich, am besten mehrmals kräftig schütteln.
  6. Nach den 3-5 Tagen kann der Warmölauszug schon durch ein Filtertuch oder Kaffeefilter ab geseiht werden. Am besten gleich in die dunkle Flasche. Dafür braucht man Geduld, den bis das Öl durch den Filter gelaufen ist kann es dauern. Zum Schluss den Filter nochmals gut ausdrücken, damit nichts verloren geht.
  7. durch ein Filtertuch oder Kaffeefilter ab geseiht werden. Am besten gleich in die dunkle Flasche. Dafür braucht man Geduld, den bis das Öl durch den Filter gelaufen ist kann es dauern. Zum Schluss den Filter nochmals gut ausdrücken, damit nichts verloren geht.

Ob nun ein Kaltauszug oder ein Warmauszug für das Öl verwendet wurde spielt keine Rolle für die Haltbarkeit. In der Regel sind Ölauszüge ungeöffnet an einem kühlen dunklen Ort gelagert 2-3 Jahre haltbar. Ist ein Ölauszug geöffnet sollte er innerhalb von 6 Monaten verbraucht werden.

Tipp: Wenn man Öle zur Körperpflege verwendet, sollte man die Hände mit Wasser leicht anfeuchten und das Öl ein wenig vor dem auftragen in den Händen Verreiben, so lässt es sich besser und angenehmer verteilen.

Wasserauszüge

Standard

Es gibt verschiedene Arten von Wasserauszügen, dazu gehören: Tee, Kaltauszug, Dekot, und Hydrolate.

Tee oder Heißwasserauszug

Ein Tee ist ein einfacher Heißwasserauszug. Dazu wird eine Tasse ein Teesieb oder Tee-Ei verwendet und natürlich Wasser.

Am besten ist ein Heißwasserauszug für Blüten und Blätter geeignet.

Als erstes werden die Pflanzenteile zerkleinert und in das Teesieb oder Ei gegeben und in die Tasse gehängt. In der Zwischenzeit bringt man Wasser zum kochen. Hat das Wasser gekocht lässt man es auf ca. 70°C abkühlen und übergießt damit die Pflanzenteile im Teesieb oder Ei. Nun lässt man das ganze für 5-10 Minuten ziehen und entnimmt anschließend das Teesieb oder Ei.

In der Regel nimmt man bei trockenen Pflanzenteilen 1 TL auf 200ml Wasser und bei frischen Pflanzenteilen 1 EL auf 200ml Wasser. Möchte man jedoch mit dem Heißwasserauszug Wickel oder Bäder verwenden sollte man mindestens 0,5-2 Liter Wasser verwenden und 10Tl trockene Pflanzenteile oder 10 EL frische Pflanzenteile.

Von einem Heiltee sollte man täglich 2-3 Tassen trinken, allerdings muss nach 6 Wochen eine Pause von 2-3 Wochen gemacht werden bevor man diesen wieder trinken um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Kaltwasserauszug

Ein Kaltwasserauszug ist wie der Name schon sagt ein Auszug mit kaltem Wasser. Dieser wird bei Wurzeln, allen schleimhaltigen (saponinhaltigen) Pflanzen verwendet, aber auch bei Pflanzen die starke Bitterstoffe enthalten, wie z.B. bei Spitzwegerich oder Löwenzahn.

Dazu wird folgendes benötigt: Tasse mit Deckel oder Untertasse, Teesieb oder Ei, getrocknete Pflanzenteile und kaltes Wasser.

Hergestellt wird ein Kaltwasserauszug wie folgt.

Die Pflanzenteile werden zerkleinert und in das Teesieb oder Ei gegeben und in die Tasse gehängt. Dann wird das ganze mit kaltem Wasser übergossen (mit kaltem Wasser ist Wasser bei Zimmertemperatur gemeint). Jetzt noch mit dem Teetassendeckel oder einer Untertasse abdecken und für 6-8 Stunden ziehen lassen. Für einen Kaltwasserauszug verwendet man 1 TL trockene Pflanzenteile auf 200ml Wasser.

Viele lassen einen Kaltwasserauszug über Nacht ziehen, besser ist es jedoch diesen am Tage anzusetzen und zwischendurch umzurühren, denn dann ist der Kaltwasserauszug noch effektiver

Hat der Auszug lang genug gezogen kann man ihn trinken, wem dies jedoch zu kalt ist kann den Auszug leicht erwärmen. Von einem Kaltwasser Auszug sollte man täglich 2-3 Tassen trinken, allerdings muss auch hier nach 6 Wochen eine Pause von 2-3 Wochen gemacht werden bevor man diesen wieder trinken um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Dekokt

Ein Dekot ist eine Abkochung und sehr gut für fleischige Blätter, Stängel, Wurzel oder Rinden geeignet.

Dazu wir ein Topf mit Deckel, ein Sieb, eine Tasse und Wasser benötigt.

Hergestellt wird ein Dekokt wie folgt:

Die Pflanzenteile werden in einen Topf gegeben und mit kaltem Wasser übergossen und mit geschlossenen Deckel 15-20 Minuten leicht geköchelt.

Man verwendet in der Regel 1 TL getrocknete Pflanzenteile und 1 EL frische Pflanzenteile mit 200ml Wasser. Hat das ganze nun seine Zeit vor sich hin geköchelt wird alles durch ein Sieb in eine Tasse ab geseiht und getrunken.

Auch hier gilt 2-3 Tassen täglich und nach 6 Wochen eine Pause von 2-3 Wochen.

Hydrolate

Hydrolate oder auch aromatisierte Wasser genannt oder bekannt als ätherisches Öl, werden durch Wasserdampf Destillation hergestellt. Um ein echtes Hydrolat zu gewinnen benötigt man eine Destille z.B. wie einem Labor mit Liebichkühler, Erlenmeyerkolben usw. oder eine Alembik Destille nach Leonardo da Vinci.

Da ich selber beides nicht zur Hand habe und ich es mir bisher auch noch nicht leisten konnte, stelle ich selber halb echte Hydrolate her. Diese sind nicht so stark wie echte, aber können auch für z.B. Aromatherapien eingesetzt werden oder zur Herstellung von Gesichtswasser oder Cremes.

Es gibt zwei Möglichkeiten solche halb echten Hydrolate herzustellen.

Die erste Methode, dich vorstellen möchte, ist Topf – Deckel- Methode.

Dafür benötigt man folgendes:

  1. großen Topf mit Deckel
  2. Sieb welches einen Abstand zum Boden hat, ansonsten etwas
  3. kleineres drunter stellen
  4. eine Tasse
  5. stark duftende Pflanzenteile z.B. Blüten
  6. mindestens 250ml Wasser
  7. Eis
  8. einen Herd

Und so wird’s gemacht:

  1. Die Tasse in das Sieb stellen und die Pflanzenteile drum herum platzieren.
  2. Den Topf auf den Herd stellen und das Wasser einfüllen
  3. Nun möglichst die Tasse mit dem befühlten Sieb in die Mitte des Topfs stellen.
  4. Jetzt kommt der Deckel umgekehrt auf den Topf und zwar so, das der Griff des Deckels genau über der Tasse im Sieb hängt.
  5. Oben in die Deckelwölbung kommt nun das Eis
  6. Das Wasser im Topf nun zum leichten köchel bringen.
  7. Das Wasser wird nun oben am Deckel kondensieren und über den Griff in die Tasse im Sieb tropfen. Das in der Tasse enthaltene Kondensat ist das halb echte Hydrolat.

 

Die zweite Methode, die ich vorstelle ist die Espressokannen-MethodeDiese ist bedeutend schneller als die Topf-Deckel- Methode, aber auch genauso effektiv.

Dafür benötigt man folgendes:

  1.  Espressokanne 
  2. Pflanzenteile
  3. Wasser
  4. einen Herd

Und so wird’s gemacht:

  1. Unten in die Espressokanne Wasser.Das Sieb de Espressokanne mit den Pflanzenteilen
  2.  Alles gut verschrauben und auf den Herd stelle. 
  3. Nun alles zum köcheln bringen.
  4. Zum Schluss kann man das halb echte Hydrolat gleich in die vorgesehen Flachen abfüllen.

Die vorgesehen Flaschen zum abfüllen sollten vorher desinfiziert worden sein um die Keimbelastung möglichst gering zu halten. Ein halb echtes Hydrolat ohne Alkoholzusatz ist nur einige Wochen an einem Kühlen Ort haltbar, gibt man jedoch etwas Alkohol hinzu ca. 5-10 Tropfen auf 10-20ml Hydrolat bis zu einem Jahr.