Wasserauszüge

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Es gibt verschiedene Arten von Wasserauszügen, dazu gehören: Tee, Kaltauszug, Dekot, und Hydrolate.

Tee oder Heißwasserauszug

Ein Tee ist ein einfacher Heißwasserauszug. Dazu wird eine Tasse ein Teesieb oder Tee-Ei verwendet und natürlich Wasser.

Am besten ist ein Heißwasserauszug für Blüten und Blätter geeignet.

Als erstes werden die Pflanzenteile zerkleinert und in das Teesieb oder Ei gegeben und in die Tasse gehängt. In der Zwischenzeit bringt man Wasser zum kochen. Hat das Wasser gekocht lässt man es auf ca. 70°C abkühlen und übergießt damit die Pflanzenteile im Teesieb oder Ei. Nun lässt man das ganze für 5-10 Minuten ziehen und entnimmt anschließend das Teesieb oder Ei.

In der Regel nimmt man bei trockenen Pflanzenteilen 1 TL auf 200ml Wasser und bei frischen Pflanzenteilen 1 EL auf 200ml Wasser. Möchte man jedoch mit dem Heißwasserauszug Wickel oder Bäder verwenden sollte man mindestens 0,5-2 Liter Wasser verwenden und 10Tl trockene Pflanzenteile oder 10 EL frische Pflanzenteile.

Von einem Heiltee sollte man täglich 2-3 Tassen trinken, allerdings muss nach 6 Wochen eine Pause von 2-3 Wochen gemacht werden bevor man diesen wieder trinken um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Kaltwasserauszug

Ein Kaltwasserauszug ist wie der Name schon sagt ein Auszug mit kaltem Wasser. Dieser wird bei Wurzeln, allen schleimhaltigen (saponinhaltigen) Pflanzen verwendet, aber auch bei Pflanzen die starke Bitterstoffe enthalten, wie z.B. bei Spitzwegerich oder Löwenzahn.

Dazu wird folgendes benötigt: Tasse mit Deckel oder Untertasse, Teesieb oder Ei, getrocknete Pflanzenteile und kaltes Wasser.

Hergestellt wird ein Kaltwasserauszug wie folgt.

Die Pflanzenteile werden zerkleinert und in das Teesieb oder Ei gegeben und in die Tasse gehängt. Dann wird das ganze mit kaltem Wasser übergossen (mit kaltem Wasser ist Wasser bei Zimmertemperatur gemeint). Jetzt noch mit dem Teetassendeckel oder einer Untertasse abdecken und für 6-8 Stunden ziehen lassen. Für einen Kaltwasserauszug verwendet man 1 TL trockene Pflanzenteile auf 200ml Wasser.

Viele lassen einen Kaltwasserauszug über Nacht ziehen, besser ist es jedoch diesen am Tage anzusetzen und zwischendurch umzurühren, denn dann ist der Kaltwasserauszug noch effektiver

Hat der Auszug lang genug gezogen kann man ihn trinken, wem dies jedoch zu kalt ist kann den Auszug leicht erwärmen. Von einem Kaltwasser Auszug sollte man täglich 2-3 Tassen trinken, allerdings muss auch hier nach 6 Wochen eine Pause von 2-3 Wochen gemacht werden bevor man diesen wieder trinken um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Dekokt

Ein Dekot ist eine Abkochung und sehr gut für fleischige Blätter, Stängel, Wurzel oder Rinden geeignet.

Dazu wir ein Topf mit Deckel, ein Sieb, eine Tasse und Wasser benötigt.

Hergestellt wird ein Dekokt wie folgt:

Die Pflanzenteile werden in einen Topf gegeben und mit kaltem Wasser übergossen und mit geschlossenen Deckel 15-20 Minuten leicht geköchelt.

Man verwendet in der Regel 1 TL getrocknete Pflanzenteile und 1 EL frische Pflanzenteile mit 200ml Wasser. Hat das ganze nun seine Zeit vor sich hin geköchelt wird alles durch ein Sieb in eine Tasse ab geseiht und getrunken.

Auch hier gilt 2-3 Tassen täglich und nach 6 Wochen eine Pause von 2-3 Wochen.

Hydrolate

Hydrolate oder auch aromatisierte Wasser genannt oder bekannt als ätherisches Öl, werden durch Wasserdampf Destillation hergestellt. Um ein echtes Hydrolat zu gewinnen benötigt man eine Destille z.B. wie einem Labor mit Liebichkühler, Erlenmeyerkolben usw. oder eine Alembik Destille nach Leonardo da Vinci.

Da ich selber beides nicht zur Hand habe und ich es mir bisher auch noch nicht leisten konnte, stelle ich selber halb echte Hydrolate her. Diese sind nicht so stark wie echte, aber können auch für z.B. Aromatherapien eingesetzt werden oder zur Herstellung von Gesichtswasser oder Cremes.

Es gibt zwei Möglichkeiten solche halb echten Hydrolate herzustellen.

Die erste Methode, dich vorstellen möchte, ist Topf – Deckel- Methode.

Dafür benötigt man folgendes:

  1. großen Topf mit Deckel
  2. Sieb welches einen Abstand zum Boden hat, ansonsten etwas
  3. kleineres drunter stellen
  4. eine Tasse
  5. stark duftende Pflanzenteile z.B. Blüten
  6. mindestens 250ml Wasser
  7. Eis
  8. einen Herd

Und so wird’s gemacht:

  1. Die Tasse in das Sieb stellen und die Pflanzenteile drum herum platzieren.
  2. Den Topf auf den Herd stellen und das Wasser einfüllen
  3. Nun möglichst die Tasse mit dem befühlten Sieb in die Mitte des Topfs stellen.
  4. Jetzt kommt der Deckel umgekehrt auf den Topf und zwar so, das der Griff des Deckels genau über der Tasse im Sieb hängt.
  5. Oben in die Deckelwölbung kommt nun das Eis
  6. Das Wasser im Topf nun zum leichten köchel bringen.
  7. Das Wasser wird nun oben am Deckel kondensieren und über den Griff in die Tasse im Sieb tropfen. Das in der Tasse enthaltene Kondensat ist das halb echte Hydrolat.

 

Die zweite Methode, die ich vorstelle ist die Espressokannen-MethodeDiese ist bedeutend schneller als die Topf-Deckel- Methode, aber auch genauso effektiv.

Dafür benötigt man folgendes:

  1.  Espressokanne 
  2. Pflanzenteile
  3. Wasser
  4. einen Herd

Und so wird’s gemacht:

  1. Unten in die Espressokanne Wasser.Das Sieb de Espressokanne mit den Pflanzenteilen
  2.  Alles gut verschrauben und auf den Herd stelle. 
  3. Nun alles zum köcheln bringen.
  4. Zum Schluss kann man das halb echte Hydrolat gleich in die vorgesehen Flachen abfüllen.

Die vorgesehen Flaschen zum abfüllen sollten vorher desinfiziert worden sein um die Keimbelastung möglichst gering zu halten. Ein halb echtes Hydrolat ohne Alkoholzusatz ist nur einige Wochen an einem Kühlen Ort haltbar, gibt man jedoch etwas Alkohol hinzu ca. 5-10 Tropfen auf 10-20ml Hydrolat bis zu einem Jahr.

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